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Forschungsgruppe „Revenue Management und Regeneration“

Im Rahmen des Revenue Managements beschäftigen wir uns mit der Optimierung der Auftragsannahme in Systemen mit begrenzten Kapazitäten, bei denen die zukünftig eintreffenden Aufträge im Voraus nicht mit Sicherheit bekannt sind. Ziel ist es, unter Beachtung der Kapazitätsgrenzen den Deckungsbeitrag zu maximieren. Die Problemstellung der Auftragsannahme tritt unter anderem bei der Regeneration hochwertiger Investitionsgüter auf. Die wissenschaftlichen Grundlagen für die Instandsetzung derartiger Produkte, wie zum Beispiel Flugzeugtriebwerke, werden im Sonderforschungsbereich (SFB) 871 „Regeneration komplexer Investitionsgüter“ in insgesamt 19 Teilprojekten erforscht. Das in der Forschungsgruppe „Revenue Management und Regeneration“ angesiedelte Teilprojekt D3 „Auswahl effizienter Regenerationsmodi für verschiedene Kundengeschäftsmodelle“ beschäftigt sich mit dem Revenue Management in diesem Kontext, aber auch mit der Planung der Regenerationsprozesse.

 

 

Mitglieder

 

Stefan Bugow, M. Sc.
Email: Stefan.Bugow@prod.uni-hannover.de

                                                                                                                

Luise-Sophie Hoffmann, M.Sc.
Email: Luise-Sophie.Hoffmannprod.uni-hannover.de  
André Schnabel, M.Sc.
Email: André.Schnabel@prod.uni-hannover.de  

 

 

Projekte

 

Flexible Projekte für die Regeneration komplexer Investitionsgüter

Charakteristisch für Regenerationsprozesse hochwertiger Investitionsgüter ist, dass unterschiedliche Aufarbeitungsmodi zur Verfügung stehen. Sie unterscheiden sich einerseits hinsichtlich des Ressourceneinsatzes, der Durchlaufzeit und der Kosten. Andererseits bestimmen sie die funktionalen Eigenschaften des regenerierten Investitionsguts, wie beispielsweise Lebensdauer, Einsatzsicherheit oder Energieverbrauch. Diese Anforderungen an die Regeneration und damit auch an die auszuwählenden Ausführungsmodi variieren je nach Triebwerk und Kunde. Zur Planung derartiger Prozesse kann ein Regenerationsvorhaben als ein flexibles Projekt interpretiert werden, bei dem die Projektstruktur und damit der Ausführungsmodus modellendogen bestimmt werden.

 

Abb. 1: Einfluss der Projektstruktur auf den Gewinn

 

Projektbezogene Veröffentlichungen:

 

Revenue Management für die Regeneration komplexer Investitionsgüter

Regenerationsdienstleister können aufgrund limitierter Kapazitäten nicht alle eingehenden Aufträge annehmen. Sie stehen damit vor dem Problem der Auftragsannahmeentscheidung. In diesem Zusammenhang wird eine Bid-Preis-basierte Kapazitätssteuerung entwickelt. Dabei werden die unterschiedlichen Regenerationsmodi, die eine gewisse Flexibilität bei der Auftragsannahme gewähren, betrachtet. Zudem finden Unsicherheiten der Bearbeitungsdauern und insbesondere die Lagerhaltung auf Seiten der Regenerationsdienstleister Beachtung.

 

Abb. 2: Bestimmung von auftragsspezifischen Bid-Preisen

 

Projektbezogene Veröffentlichungen:

  • Kellenbrink, C., Herde, F., Eickemeyer, S., Kuprat, T., Nyhuis, P. (2014)
    Planning the regeneration processes of complex capital goods. Zur Veröffentlichung angenommen in Procedia CIRP.

  • Herde, F. (2013)
    Rahmenbedingungen der industriellen Regeneration von zivilen Flugzeugtriebwerken, BoD-Verlag, Norderstedt.

  • Eickemeyer, S., Herde, F. (2012)
    Regeneration komplexer Investitionsgüter - Potenziale für Kapazitätssteuerung und -planung sowie Auftragsannahme, in: ZWF - Zeitschrift für wirtschaftlichen Fabrikbetrieb, Heft MM, 2012.

 

Ressourcenbeschränkte Projektplanung mit kostenbehafteten Zusatzkapazitäten

Die im ressourcenbeschränkten Projektplanungs-problem (RCPSP) einzuplanenden Arbeitsgänge verbrauchen während ihrer Durchführung erneuerbare Ressourcen. Es wird davon ausgegangen, dass jede dieser Ressourcen eine über den Planungshorizont hinweg konstante Kapazität besitzt, welche nicht überschritten werden darf. In der Praxis der Regenerationsplanung kann hingegen das Mieten zusätzlicher Maschinen oder personeller Überstunden Teil des Entscheidungsproblems sein. Der Zielkonflikt besteht hierbei zwischen Minimierung der Projektdauer und der Kosten für zusätzliche Kapazitäten. An einem effizienten Lösungsverfahren für diese Problemstellung wird derzeit gearbeitet.

 

Abb. 3: Möglicher Ablaufplan eines Projekts mit Überstunden

 

Optimierung der Anordnung von regenerierten Schaufeln

Nach der Regeneration von Turbinenschaufeln können die mechanischen Eigenschaften jeder einzelnen Schaufel vom Originalzustand abweichen. Dieses regenerationsbedingte Mistuning hat einen erheblichen Einfluss auf die Dynamik des gesamten Schaufelkranzes und kann zu einer deutlichen Amplitudenerhöhung der Schaufelschwingungen im Vergleich zum unverstimmten Fall führen. In Zusammenarbeit mit dem am Institut für Statik und Dynamik angesiedelten SFB-Teilprojekt C3 „Regenerationsbedingtes Mistuning“ werden Verfahren entwickelt, um die Schaufelanordnung so zu optimieren, dass die maximale Amplitude minimiert wird.

 

Abb4: Turbinenschaufel